Dienstag, 21.09.2021 22:34 Uhr

Künstler Karl Goldammer vor einem Jahr verstorben

Verantwortlicher Autor: Peter Markl Wien, 09.03.2021, 16:56 Uhr
Presse-Ressort von: planet Bericht 12867x gelesen
Goldammer und Frühwerk
Goldammer und Frühwerk  Bild: Peter Markl

Wien [ENA] Am 7. März 2020 verstarb der Maler und Musiker Karl Goldammer. Geboren am 3. März 1950 in Wien, besuchte er von 1964 bis 1969 die Höhere Graphische Lehr- und Versuchsanstalt mit Erfolg und kam 1969 an die Akademie für angewandte Kunst Wien. Später malte und lebte er zeitweise in Maria Anzbach.

In der Zeit von 1972 – 78 bereiste er Europa, besonders Südeuropa, lebte längere Zeit in Japan und Indien und ließ sich 1980 auf Ibiza nieder. Im Laufe seines Lebens experimentierte er in vielen Richtungen, bis er zu jenem Stil fand, den er "Magischer Realismus" nannte. Er malte vor allem Architektur, und zwar eine Architektur, die Umwelt gestaltet und nicht zerstört, aber auch Landschaften. Seine besondere künstlerische Vorliebe galt seiner Heimatstadt Wien, Österreich und Venedig. Seine Reisen führten ihn in die ganze Welt. Er lebte längere Zeit in Indien und Japan. In den 80er Jahren ließ er sich auf Ibiza nieder, und so entstanden zahlreiche durch die Reisen inspirierte besondere Bilder.

1985 kehrt Goldammer nach Österreich zurück. In dieser Zeit malte er auch seine ersten Wien Bilder, besonders die Otto Wagner Bauten hatten es ihm angetan. Maria Anzbach entdeckte er immer mehr als Oase zum Arbeiten. Seine Bilder sollen für den Betrachter Lebensräume sein. Leider wurde das von Alfred Altenburger, dem rührigen Galeristen und Goldammer Freund, das im Jahre 2002 gegründete Goldammer-Museum in Maria Anzbach nach 16 Jahren geschlossen. Altenburger und ein Galerist aus Wien förderten die Herausgabe von 3 Bildbänden und zahlreichen Katalogen. Seine Vernissagen und Ausstellungen waren stets ein großer Erfolg.

Der ehemalige Leiter des Naturhistorischen Museums Univ. Prof. Dr. Bernd Lötsch äußerte sich anlässlich einer Vernissage im damals noch bestehenden Goldammer-Museum in Maria Anzbach über den Meister: "Niemand kann die geheimnisvolle Ästhetik des Vergehens und Verfallens so berührend überhöhen wie Maestro Goldammer". Seine Arbeiten wurden in zahlreichen Ausstellungen im In- und Ausland präsentiert. Viele Goldammer Sammler, Kunstfreunde und Prominenz sammelten mit Begeisterung seine Ölbilder und Grafiken und waren eine kleine „Goldammer Gemeinde“. Man versuchte, sein Schaffen von ca. 180 Grafiken immer zu komplettieren. Besonders begehrt waren die ersten Original-Farbradierungen von Kurt Zein und Josef (Jossele) Mühlbacher.

Für den Artikel ist der Verfasser verantwortlich, dem auch das Urheberrecht obliegt. Redaktionelle Inhalte von European-News-Agency können auf anderen Webseiten zitiert werden, wenn das Zitat maximal 5% des Gesamt-Textes ausmacht, als solches gekennzeichnet ist und die Quelle benannt (verlinkt) wird.
Zurück zur Übersicht
Info.