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Malerfürst Ernst Fuchs wäre im Feber 88 Jahre geworden

Verantwortlicher Autor: Peter Markl Wien, 14.01.2018, 17:52 Uhr
Presse-Ressort von: planet Bericht 6649x gelesen
Unvergessen: Prof. Ernst Fuchs bei der Feier zum 85. Geburtstag
Unvergessen: Prof. Ernst Fuchs bei der Feier zum 85. Geburtstag  Bild: Peter Markl

Wien [ENA] „Straßensänger und Kaiser wollt' ich werden“. So erzählte Ernst Fuchs launig bei der Feier zum 85. Geburtstag im Palais Palffy. Zusammen mit Wolfgang Hutter, Arik Brauer, Rudolf Hausner und Anton Lehmden zählt Fuchs zu den Gründern der Wiener Schule des Phantastischen Realismus.

Seit 40 Jahren lebte und arbeitete er in Wien. In der Künstlerfreundschaft „Goldenes Dreieck“ (Dalí, Breker, Fuchs) meinte einst Dalí: „Ernst Fuchs ist mein Nachfolger“. Neben seinen zahlreichen bildnerischen Werken schuf Fuchs auch spirituelle Musik mit Klaus Schulze und Amon Düül, Bauwerke wie die Pfarrkirche hl. Jakob in Thal mit ihrer phantastischen Architektur oder das Rosenkranz-Triptychon in der Pfarrkirche Hetzendorf. Ausstellungen und Ehrungen in der ganzen Welt bezeugen vom Erfolg des Malers, Architekten und Visionärs.

Zahlreiche Auslandsreisen und ein längerer Paris Aufenthalt inspirierten ihn zu mannigfaltigen Schaffen. Vor 40 Jahren erwarb er ein von Verfall und Abriss bedrohtes Kulturjuwel: Die „Otto Wagner Villa“ in Wien Penzing. Fuchs, der Maler, Bildhauer und Architekt, ließ das verrottete Gebäude liebevoll bis ins Detail restaurieren, entwarf selbst alle Pläne und erfüllte sich 1988 seinen Herzenswunsch, ein eigenes Museum mit selbst entworfenen Tapeten, Möbeln, Skulpturen, Lustern und Gemälden. Berühmte Persönlichkeiten wie Placido Domingo, Edward Teller, Oskar Werner und Falco wurden hier vom Meister porträtiert. Grace Kelly, Curd Jürgens und Yoko Ono besuchten hier ihren Künstlerfreund Ernst Fuchs.

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