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Rudolf Ullik - Der Künstler, Arzt und Philosoph

Verantwortlicher Autor: Peter Markl Wien , 05.11.2018, 12:21 Uhr
Presse-Ressort von: planet Bericht 17122x gelesen
Oliver Hunter und Wolfgang Petrounig
Oliver Hunter und Wolfgang Petrounig  Bild: Peter Markl

Wien [ENA] Professor DDr. Rudolf Ullik (1900-1996), wurde nicht nur durch sein Wirken als Kieferchirurg und bekannt, er war auch ein bedeutender Wiener Maler, der an der Akademie für angewandte Kunst unter Gunther Baszel studierte und 10 Jahre die Sommerakademie von Oskar Kokoschka in Salzburg besuchte.

Mit Oskar Kokoschka entwickelte sich eine langjährige Freundschaft, die sich auch in zahlreichen Werken widerspiegelt. Ullik wurde Ehrenmitglied der Gesellschaft bildender Künstler Osterreichs und erhielt zahlreiche Auszeichnungen, darunter auch das Österreichische Ehrenkreuz der ersten Klasse für Wissenschaft und Kunst, sowie den Goldenen Lorbeer des Wiener Künstlerhauses. Seine Werke wurden in Wien periodisch im Wiener Künstlerhaus ausgestellt, nebenbei gab es zahlreiche Kollektiv-Ausstellungen in ganz Europa, eine Ausstellung seiner Aquarellbilder und Acrylwerke in der Wiener Sezession 1973 und 1980 wiederum im Wiener Künstlerhaus unter dem Titel "Der Maler Rudolf Ullik" mit Katalog. 1960 sah man seine Werke im Salzburger Rupertinum.

Im Ausland war Rudolf Ullik unter anderem in Florenz, Buenos Aires, New York, Montreux und Toulouse präsent. Öffentliche Institutionen und Museen kauften seine Werke an. So sind Werke Ulliks im Bundesministerium fur Unterricht, im Museum Tulln, im Bundeskanzleramt anzutreffen. Aber auch bei zahlreichen privaten Sammlern finden besonders seine aussagekräftigen Ölbilder von osterreichischen und Italienischen Landschaften und Städten, sowie seine Aquarelle großen Anklang.

Rudolf Ullik war Autodidakt, verkehrte aber schon in seiner Jugend im Kreise berühmter Maler: Kokoschka und Schiele in Wien, Liebermann, Slevogt und Orlik in Berlin und das Schaffen dieser Künstler - insbesondere Kokoschkas und Schieles - ist nicht ohne Einfluß auf seine eigene Malweise geblieben. Vertraut mit allen Gebieten der modernen Psychologie, wandte sich Ullik als Maler den Problemen des Tiefen - und Unterbewussten zu und experimentierte auf streng wissenschaftlicher Basis frei mit Form und Farbe.

“Seine ursprünglich dem Figurativen verwandten Aussagen verdichteten sich in logischer konsequenter Methode zu einem absolut abstrakten Stil starker aus der amorphen Sphäre tiefenbewusster Empfindungen aufsteigender Bildinhalte, die in ständiger Variation breit und kraftvoll und in aufgelockerter Technik Gestaltung finden" (Zitat: Prof. Walter M. Neuwirth). Als Autodidakt malte er hauptsächlich Landschaften, Portraits, Akte, expressionistische Metaphern.

Rudolf Ulliks Nachlass galt lange als verschollen, seine Werke - meist in Privatbesitz - waren kaum erhältlich. Oliver Hunter von City-Antik Wien hat den reichen Werkschatz (Ölbilder, Aquarelle, Tempera, Gouachen, Skizzen) professionell aufbereitet. So wurde im Oktober die Zweitauflage der Monographie „Rudolf Ullik. Künstler, Arzt und Philosoph" für Kunstsammler und Kunstinteressierte herausgegeben.

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