Freitag, 19.08.2022 13:03 Uhr

Zwei neue Forschungsgruppen zur KI

Verantwortlicher Autor: Universität Bonn Bonn, 01.07.2022, 17:43 Uhr
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Bonn [ENA] Zwei neue Forschungsgruppen zur KI. Die Deutsche Forschungsgemeinschaft fördert Projekte der Universität Bonn in Millionenhöhe. Künstliche Intelligenz (KI) erhält einen Schub: Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) fördert insgesamt acht neue KI-Forschungsgruppen mit insgesamt 31,4 Millionen Euro. Zwei Vorhaben der Universität Bonn in den Bereichen Geodäsie und Präzisionslandwirtschaft sind dabei.

Die Förderung in Millionenhöhe fließt in den nächsten vier Jahren. Eine Verlängerung ist möglich. “Es ist ein großartiger Erfolg, dass die Universität Bonn als einzige zwei von insgesamt acht Forschungsgruppen einwerben konnte”, sagt Prof. Dr. Maren Bennewitz, Prorektorin für Digitalisierung und Informationsmanagement der Universität Bonn. “Dies stärkt unser Exzellenzcluster PhenoRob und das High Performance Computing insgesamt als neuen Schwerpunkt.” - Algorithmische Datenanalyse für die Geodäsie - Die Geodäsie als interdisziplinäre datengetriebene Wissenschaft befasst sich mit der Vermessung der Erdoberfläche und ihren dynamischen Prozessen, darunter etwa den Meeresspiegelanstieg oder Verkehrsströme.

“Geodäten arbeiten mit einem breiten Spektrum an räumlich-zeitlichen Daten und nutzen vermehrt Methoden aus der Künstlichen Intelligenz”, sagt Prof. Dr. Petra Mutzel vom Institut für Informatik der Universität Bonn und vom Exzellenzcluster Hausdorff Center for Mathematics. Sie ist Sprecherin der neuen Forschungsgruppe “Algorithmische Datenanalyse für die Geodäsie (AlgForGe), die von der DFG in den nächsten vier Jahren voraussichtlich mit bis zu drei Millionen Euro gefördert wird. Das zentrale Ziel der neuen Forschungsgruppe ist es, die Lücke zwischen der aktuellen Forschung in den Bereichen der Künstlichen Intelligenz und der Geodäsie zu schließen.

“Es geht darum, dauerhafte Verbindungen zwischen den beiden Disziplinen herzustellen, um der zukünftigen Forschung zur Automatisierung in der Geodäsie eine solidere algorithmische Grundlage zu liefern”, sagt Petra Mutzel. Die Forschungsgruppe ist an den Instituten für Informatik und für Geodäsie und Geoinformation angesiedelt und wird durch Forschende der Universitäten Köln und Düsseldorf ergänzt. Die Sprecherin: “Mit ihrer interdisziplinären Forschungsaktivität stärkt die DFG-Forschungsgruppe auch das von den Universitäten Bonn, Köln und dem Forschungszentrum Jülich gegründete Center for Earth System Observation and Computational Analytics (CESOC).”

Die Forschungsgruppe wird seit der frühen Phase aus Mitteln des Transdisziplinären Forschungsbereichs (TRA) „Modelling“ gefördert und steht auch in enger Beziehung zur TRA „Sustainable Futures“ sowie in Verbindung zu den beiden Exzellenzclustern Hausdorff Center for Mathematics und PhenoRob der Universität Bonn. - Präzisionslandwirtschaft mithilfe von Künstlicher Intelligenz - Die Verwirklichung einer nachhaltigen Landwirtschaft zur Bekämpfung des Hungers ist ein zentrales Ziel der UN-Agenda 2030. Eine Präzisionslandwirtschaft, die durch künstliche Intelligenz (KI) ermöglicht wird und Sensorik und Entscheidungsfindung miteinander verbindet, ist ein möglicher Weg, dieses Ziel zu erreichen.

Die neu geförderte DFG-Forschungsgruppe „Automatisierung und künstliche Intelligenz zur Überwachung und Entscheidungsfindung bei Gartenbaukulturen (AID4Crops)“ wird dazu neuartige KI-Algorithmen entwickeln. “Mit Hilfe dieser Kopplung von Monitoring und Entscheidungsfindung soll die Grundlage geschaffen werden, um konkrete KI-basierte Managemententscheidungen vorzuschlagen”, sagt DFG-Forschungsgruppensprecher Prof. Dr. Chris McCool, Agricultural Robotics & Engineering am Institut für Landtechnik der Universität Bonn.

Die Forschungsgruppe AID4Crops wird in den nächsten vier Jahren mit bis zu zwei Millionen Euro von der Deutschen Forschungsgemeinschaft gefördert. An der Forschungsgruppe sind zwei Fakultäten der Universität Bonn (Landwirtschaftliche Fakultät und Mathematisch-Naturwissenschaftliche Fakultät) sowie das Forschungszentrum Jülich beteiligt. Die Forschungsgruppe ist aus dem Exzellenzcluster PhenoRob hervorgegangen und verknüpft die Transdisziplinären Forschungsbereiche “Sustainable Futures” und “Modelling” der Universität Bonn.

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